Die Vermehrung von Rosen während der Ruhezeit – Mitte Herbst bis Spätwinter – bietet einen erheblichen Vorteil gegenüber Frühlings- oder Sommermethoden. Dieser Zeitpunkt ermöglicht es den Stecklingen, robuste Wurzelsysteme zu entwickeln, was zu widerstandsfähigeren Pflanzen führt, die im folgenden Jahr zum Umpflanzen bereit sind. Während Weichholzstecklinge aus aktivem Wachstum lebensfähig sind, nutzt die Wintervermehrung von Hartholzstämmen die natürliche Ruhephase der Pflanze für eine optimale Wurzelbildung.
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Warum die Wintervermehrung wichtig ist
Rosen können zu verschiedenen Zeitpunkten aus Stecklingen gezüchtet werden, aber der Winter zeichnet sich aus einem wichtigen Grund aus: Hartholzstecklinge brauchen länger, um sich zu etablieren, aber sie produzieren weitaus stärkere Wurzeln, wenn sie eine längere, ungestörte Ruhephase haben. Das bedeutet weniger Verluste, gesündere Pflanzen und einen Vorsprung für kräftiges Wachstum im Frühjahr.
So vermehren Sie Rosen im Winter
Der Prozess ist unkompliziert, aber Präzision ist der Schlüssel:
- Werkzeuge vorbereiten: Verwenden Sie eine scharfe, sterilisierte Gartenschere, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Lederhandschuhe schützen vor Dornen.
- Stecklinge auswählen: Wählen Sie gesunde, grüne Hartholzstämme aus dem Wachstum der vorherigen Saison. Vermeiden Sie Stecklinge von veredelten Rosen, da diese nicht typgetreu vermehren.
- Schneiden und Trimmen: Nehmen Sie 6–12 Zoll lange Stecklinge mit einem geraden Schnitt unterhalb einer Knospe. Schneiden Sie die Oberseite schräg ab, um die Aufwärtsrichtung zu markieren.
- Hormonanwendung: Tauchen Sie das abgeschnittene Ende in Wurzelhormon und entfernen Sie überschüssiges Pulver oder Gel. Dies beschleunigt die Wurzelentwicklung.
- Pflanzung: Stecklinge zu zwei Dritteln in kiesige Erde (eine Mischung aus Gartensand/-sand und Kompost) an einem vollsonnigen Standort stecken. Platzieren Sie die Stecklinge in einem Abstand von 15 cm oder verwenden Sie einen schmalen Graben mit Kompost und Splitt zur Entwässerung. Zusätzlichen Schutz bieten Frühbeete oder unbeheizte Gewächshäuser.
- Bewässerung: Halten Sie den Boden den ganzen Winter über gleichmäßig feucht. Prüfen Sie, ob Frost aufsteigt, und festigen Sie den Boden rund um die Stecklinge nach Bedarf.
Vom Steckling bis zum Pflanzen
Bis zum folgenden Sommer oder Herbst sollten die Stecklinge gut durchwurzelt sein. Graben Sie sie vorsichtig mit einer Schaufel oder Gabel aus oder nehmen Sie sie aus den Töpfen. Bereiten Sie ein Pflanzloch vor, das etwas größer als der Wurzelballen ist, und mischen Sie Kompost und Knochenmehl hinein, um zusätzliche Nährstoffe zu erhalten. Pflanzen Sie in der gleichen Tiefe oder in kälteren Klimazonen 1–2 Zoll tiefer, füllen Sie die Pflanze mit Erde, Mulch auf und gießen Sie sie gründlich.
Zeitleiste des Rosenwachstums
Erwarten Sie keine sofortige Blüte. Vermehrte Rosen brauchen Zeit, um sich zu etablieren:
- 0-1 Jahr: Spärliche oder keine Blüte, wenn sich die Pflanze niederlässt. Häufig gießen, im Winter mulchen und nur minimal beschneiden.
- 1-3 Jahre: Zuverlässigere Blüten, je mehr sich das Wurzelsystem entwickelt. Reduzieren Sie die Bewässerung auf 2-3 Mal pro Woche, düngen Sie während der Vegetationsperiode leicht und schneiden Sie sie im Herbst/Winter zurück.
- 3+ Jahre: Reife Pflanzen mit gleichmäßiger Blüte. Während Trockenperioden wöchentlich gießen, monatlich düngen, jährlich beschneiden und einmal im Jahr mulchen.
Die Geduld wird mit stärkeren, gesünderen Rosen belohnt, die noch viele Jahre lang gedeihen werden. Die Vermehrung im Winter ist nicht nur eine Technik; Es ist eine langfristige Investition in einen lebendigeren Garten.
