Rosmarin (Salvia rosmarinus ) ist ein beliebtes immergrünes Kraut, das für seine duftenden, nadelartigen Blätter geschätzt wird. Während sie in wärmeren Klimazonen (USDA-Zonen 8–9) winterhart sind, können selbst Gärtner in kälteren Regionen eine kontinuierliche Versorgung durch die Vermehrung neuer Pflanzen aus Stecklingen genießen. Diese Methode ist nicht nur kostengünstig, sondern stellt auch sicher, dass Sie immer frischen Rosmarin zur Hand haben und nicht auf einen jährlichen Ersatz angewiesen sind.
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Warum Rosmarin vermehren?
Viele Gärtner betrachten Rosmarin in kühleren Klimazonen als einjährige Pflanze. Aber Rosmarin ist eine mehrjährige Pflanze: Er kann jahrelang leben. Durch die Vermehrung können Sie Ihre Lieblingspflanzen unbegrenzt erhalten und müssen sie nicht jedes Jahr neu kaufen. Außerdem können Sie so Ihre Rosmarinsammlung ganz einfach erweitern, ohne Geld für neue Pflanzen auszugeben.
Rosmarinstecklinge nehmen
Der Schlüssel zur erfolgreichen Vermehrung liegt im Timing und in der Technik. Nehmen Sie während der Vegetationsperiode (Frühling oder Sommer) Stecklinge von gesunden, reifen Rosmarinpflanzen.
- Wählen Sie das richtige Wachstum: Neue, zarte Wachstumswurzeln entstehen am einfachsten. Vermeiden Sie verholzte, ältere Stängel, da diese keine Wurzeln entwickeln. Das Wachstum von Halbhartholz kann funktionieren, dauert aber länger.
- Schnittlänge: Schneiden Sie 3–6 Zoll lange Stängel direkt unter einem Blattknoten ab. Kürzere, grünere Stecklinge haben im Allgemeinen höhere Erfolgsraten.
- Bereiten Sie den Schnitt vor: Entfernen Sie die Nadeln von unten bis zu zwei Zentimeter und lassen Sie oben drei bis fünf Blattsätze übrig.
Wurzeln im Boden: Ein detaillierter Prozess
Die Bodenvermehrung erfordert Geduld und dauert oft bis zu zwei Monate. Aber es ist eine zuverlässige Methode für eine starke Wurzelentwicklung.
- Vorbereitung des Behälters: Füllen Sie die Töpfe mit angefeuchtetem Sand oder einer erdfreien Blumenerde. Verwenden Sie größere Töpfe für mehrere Stecklinge oder einzelne Töpfe für einzelne Stängel.
- Hormonbehandlung: Tauchen Sie das abgeschnittene Ende in Wurzelhormon und schütteln Sie überschüssiges Hormon ab. Dies fördert ein schnelleres Wurzelwachstum.
- Einpflanzen: Machen Sie tiefe, schmale Löcher in das Medium und setzen Sie Stecklinge ein, um sicherzustellen, dass das Hormon intakt bleibt. Die Nadeln sollten oberhalb der Bodenlinie sitzen. Platzieren Sie die Stecklinge in einem Abstand von 3–4 Zoll, wenn Sie einen gemeinsamen Behälter verwenden.
- Feuchtigkeitskuppel: Decken Sie Töpfe mit Plastiktüten ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen. Dadurch wird ein hoher Feuchtigkeitsgehalt aufrechterhalten, der für die Wurzelentwicklung unerlässlich ist.
- Licht und Wärme: Stellen Sie die Stecklinge in helles, indirektes Licht und halten Sie die Temperatur auf etwa 21 °C. Wachstumslampen sind in Innenräumen effektiv, oder verwenden Sie ein nach Süden ausgerichtetes Fenster.
- Luftzirkulation: Entfernen Sie die Plastikabdeckung täglich eine Stunde lang, um Schimmel vorzubeugen und die Luftzirkulation zu fördern.
- Wurzelkontrolle: Ziehen Sie nach vier Wochen vorsichtig an den Stecklingen. Widerstand deutet auf Wurzelwachstum hin. Entsorgen Sie Stecklinge, die nach acht Wochen braun werden oder verfallen.
Wasserausbreitung: Eine schnellere Alternative
Rosmarin kann auch direkt im Wasser Wurzeln schlagen, was oft schneller ist als die Bodenvermehrung (zwei bis sechs Wochen).
- Stecklinge vorbereiten: Nehmen Sie 3–6 Zoll lange Nadelholzstecklinge und entfernen Sie die unteren Nadeln.
- Wasserplatzierung: Legen Sie die Stecklinge in ein Glas mit sauberem Wasser und achten Sie darauf, dass vier bis fünf Blattsätze über der Wasserlinie bleiben.
- Wasserpflege: Ersetzen Sie das Wasser alle paar Tage, um Trübungen vorzubeugen.
- Umpflanzungszeitpunkt: Wenn die Wurzeln eine Länge von 1,27 cm erreichen, vorsichtig in die Blumenerde umpflanzen. Wasserwurzelnde Stecklinge sind empfindlicher und anfälliger für Transplantationsschocks. Gehen Sie daher vorsichtig damit um.
Transplantation und Langzeitpflege
Sobald bewurzelte Stecklinge neues Wachstum hervorbringen, sind sie bereit für einzelne Töpfe.
- Abhärten: Vor der Aussaat im Freien die Pflanzen über mehrere Tage an direktes Sonnenlicht gewöhnen.
- Eintopfen: Beginnen Sie mit 4-Zoll-Töpfen und erhöhen Sie die Größe schrittweise, während die Wurzeln den Behälter füllen. Für eine ausgewachsene Rosmarinpflanze eignet sich ein 10-Zoll-Topf.
- Erde: Verwenden Sie gut durchlässige Erde: Kaktusmischung oder eine hochwertige Blumenerde angereichert mit Sand, Splitt, Perlit oder Vermiculit.
- Bewässerung: Übermäßiges Gießen vermeiden. Ton- oder Terracotta-Töpfe sorgen dafür, dass der Boden trockener bleibt.
Rosmarinstecklinge können zunächst langsam wachsen, unabhängig davon, ob sie in der Erde oder im Wasser verwurzelt sind. Konsequente Pflege und die richtigen Bedingungen werden Sie schließlich mit einer blühenden, aromatischen Rosmarinpflanze belohnen.
Die Vermehrung von Rosmarin ist eine einfache, aber effektive Möglichkeit, eine kontinuierliche Versorgung mit diesem vielseitigen Kraut sicherzustellen. Mit den richtigen Techniken können selbst unerfahrene Gärtner Jahr für Jahr frischen Rosmarin genießen.




























